Sommer: Trink dich wohl!

Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen an besonders heißen Tagen – das gilt nicht nur für unsere SeniorInnen! Besonders im Sommer ist viel Trinken ein Muss. „Wichtig ist, dass man trinkt und natürlich auch, was man trinkt“, erklärt Dr. Ingrid Brown, Ärztin im Haus Rossau. Und gibt gleich einige hilfreiche Tipps.

So trinken Sie richtig

  •  Wiener Hochquellwasser aus der Leitung oder Mineralwasser stellen die besten Durstlöscher dar – und das bei null Kalorien.
  •  Geschmackliche Abwechslung bieten abgekühlte Kräutertees oder mit Kräutern (beispielsweise Minze, Melisse), Zitronen-/Orangenscheiben oder Beeren versetztes Leitungswasser.
  • Auch verdünnte, ungesüßte Frucht- oder Gemüsesäfte im Verhältnis 1:3 (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) versorgen den Körper mit Flüssigkeit. Gleichzeitig liefern sie wichtige Vitamine und Mineralstoffe.
  • Über den Tag verteilt sollten Sie mindestens 1,5 Liter zu sich nehmen. Diese Menge schaffen Sie, wenn Sie pro Stunde 1/8 Liter Flüssigkeit trinken.
  • Zusätzlich können Sie mit der Nahrung nachhelfen: Wassermelonen, Gurken oder Tomaten erfrischen und sorgen für einen vitaminreichen und ausgewogenen Wasserhaushalt.

Was Sie vermeiden sollten

  • Limonaden, Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare oder Wellnessdrinks enthalten viel Zucker. Energydrinks neben Zucker auch noch chemische Zusatzstoffe, die den Organismus belasten und stark harntreibend wirken.
  • Fruchtsäfte sind oft zusätzlich gesüßt. Werden sie pur getrunken, stellen sie keine geeigneten Durstlöscher dar.

Folgen von Dehydration (Quelle: Zentrum der Gesundheit)

Ein ausgeprägtes Durstgefühl ist ein klares Zeichen des Körpers, dass er Flüssigkeit braucht. Ignorieren Sie dieses Zeichen nicht! Dehydration kann sehr schlimme Folgen haben:

Wassermangel behindert die Giftausscheidung

Viele Patienten leiden heutzutage an einer „Dursterkrankung“, also einem fortschreitenden Zustand der Dehydratation, der zu den unterschiedlichsten Symptomen führen kann. Was Ärzte allgemeinen als Krankheit bezeichnen, ist zum großen Teil ein fortgeschrittener Zustand der Dehydratation und die daraus resultierende Unfähigkeit des Körpers, sich von den Abfall- und Giftstoffen zu befreien.

Daher ist es unzureichend, eine Krankheit mit Medikamenten oder anderen Therapien zu behandeln, ohne den Körper gleichzeitig ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Zellaktivitäten werden deutlich eingeschränkt

Die Körperzellen sind auf eine ausreichende Wasserzufuhr angewiesen. Normalerweise befindet sich mehr Wasser innerhalb der Zelle als außerhalb. Ist derKörper dehydriert, können die Zellen 28 Prozent und mehr ihrer Wassermenge verlieren. Dadurch wird die gesamte Zellaktivität erheblich reduziert – ganz gleich, ob es sich um Haut-, Magen-, Leber-, Nieren-, Herz- oder Gehirnzellen handelt. Bei einer zellulären Zelldehydratation können die Abfallstoffe grundsätzlich nicht mehr richtig entsorgt werden. Das führt zu unterschiedlichen Symptomen, die denen einer Krankheit ähneln, jedoch lediglich Indikatoren eines gestörten Wasserhaushalts sind.

Wasseransammlungen sind die Folge

Bei einer bestehenden Zelldehydratation sammelt der Körper immer mehr extrazelluläres Wasser an, um die anfallenden Säuren und Toxine zu neutralisieren bzw. in Lösung zu halten, damit sie den Organen keinen Schaden zufügen können. Bemerkbar macht sich dieser Zustand beim Betroffenen durch Wasseransammlungen in den Beinen, Füßen, Armen und/oder im Gesicht.
Auch die Nieren können Wasser zurückhalten, was sich durch verringertes Wasserlassen bemerkbar macht. Neben dem Wasser werden allerdings auch die darin enthaltenen Giftstoffe zurückgehalten.

Dehydratation und Schmerz

Ein weiterer wichtiger Hinweis auf eine eventuell bestehende Dehydratation ist das Auftreten von Schmerzen. Das Gehirn antwortet auf einen wachsenden Wassermangel durch die Aktivierung des Neurotransmitters Histamin. Das Histamin weist dann bestimmte untergeordnete Wasserregulationsmechanismen an, die im Umlauf befindliche Wassermenge umzuverteilen.
Wenn sich das Histamin und die anderen Regulatoren dabei über Schmerz registrierende Nervenbahnen bewegen, können diese starke und fortdauernde Schmerzen auslösen.

Um es kurz zu machen: trinken Sie!

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